Neubau Wohn- und Geschäftshaus

Eisbärhaus, Kirchheim unter Teck

Fakten
  • Bauherrschaft
    Hitzer und Partner Grundstücksgemeinschaft GbR
  • Generalplanung
    BANKWITZ ARCHITEKTEN
  • Leistungsphasen
    1-9 nach HOAI
  • Bauzeit
    10/ 2007 - 04/ 2009
  • Bruttogrundfläche
    3.478m²
  • Kubatur
    10.785m³
  • Wohnfläche
    2.948 m² (Wohn- und Nutzfläche)


Schon seit vielen Jahren sind die Begriffe „Ganzheitlichkeit“ und „Nachhaltigkeit“ fest in dem Unternehmensleitbild von BANKWITZ ARCHITEKTEN verankert. Bei diesem als Passivenergiehaus konzipierten Bauvorhaben stand der Eisbär mit seinem natürlich effizienten Energiekonzept Pate.

Beschreibung des Projekts
Das Eisbärhaus ist in zwei Bauteile gegliedert, die über einen offenen, kalten Erschließungskern miteinander verbunden sind. Als Wind- und Wetterschutz dient ein engmaschiges Edelstahlnetz. Das Gebäude präsentiert nach außen seinen ökologischen und energetischen Charakter. Der Vorarlberger Ökoleitfaden diente als Grundlage für die Auswahl der eingesetzten Baustoffe. Jedes Produkt wurde hinsichtlich dessen „Grauen Energie“, der benötigten Energie bei der Herstellung des Produktes, geprüft. Ein weiteres Kriterium stellte die möglichst geringe Belastung von Mensch und Umwelt sowohl im eingebauten Zustand als auch bei der Herstellung und der Verarbeitung dar. So stammt das ausgesuchte Holz durchweg aus Baden-Württemberg. Die Außenwände des Eisbärhauses sind aus geschosshohen, vorgefertigten Wandelementen erstellt. Diese sind über eingelegte Halfenschienen am Stahlbetonskelett befestigt. Die Wandelemente bestehen aus einer mit Zellulose ausgeflockten Holzkonstruktion aus Wärmedämmträgern. Der gesamte Baukörper ist mit einer Holzschalung (Weißtanne aus dem Schwarzwald) versehen.

In den Gewerbeeinheiten dienen die Betondecken, die über im Rohbau eingelegte Rohre aktiviert werden, als Heiz- bzw. Kühlflächen. Die Wohnungen verfügen über Fußbodenheizungen. Das Erdreich wird als Wärme- bzw. Kühlquelle genutzt. Eine reversible Sole-Wasser-Wärmepumpe ermöglicht die Beheizung und Kühlung des Gebäudes. Die Lüftungsanlage ist vom Heizsystem entkoppelt. Die über das Dach angesaugte Frischluft wird in 3 Schritten auf Raumtemperatur gebracht und in die Räume eingeblasen. Das Dach des Eisbärhauses wurde mit einer Photovoltaikanlage gedeckt. Ziel ist es, energieautark zu werden.

Sowohl das Gebäude als auch der Innenausbau ist in dem im Holzbau gängigen Achsraster von 62,5cm angelegt. Das Büro ist nach dem Prinzip eines Kombibüros aufgebaut. Der massive, aussteifende Kern in der Mitte des Grundrisses beinhaltet alle Nasszellen sowie Technikbereiche. Alle vertikalen Flächen im Inneren haben eine Oberfläche aus Weißtanne (sägerauh). Die horizontalen Flächen wie Ablagen und auch der Boden, sowie deutlich mehr beanspruchte Flächen wie Griffleisten, sind in Eiche ausgeführt. Die Arbeitsplätze sind an den Fassaden angeordnet. Verschiebbare Holz und Glastafeln bieten die Möglichkeit, einzelne Bereiche flexibel abzutrennen.

Besonderheiten
- hochmodernes, ökologisches Passivenergiehaus (Eisbärhaus, Wohn- und Geschäftshaus)
- Auswahl und Verarbeitung aller Materialien nach den Kriterien des Vorarlberger Ökoleitfadens
- Holz als vorherrschendes Gestaltungsmerkmal; Holz stammt durchweg aus Baden-Württemberg
- flexible Grundrisse durch Planung des Gebäudes in dem im Holzbau gängigen Achsraster
- Betondecken dienen durch die im Rohbau eingelegten Rohre als Heiz- bzw. Kühlflächen
- Sole-Wasser-Wärmepumpe zur Beheizung und Kühlung des Gebäudes
- Photovoltaikanlage auf dem Dach; Ziel: Energieautarkie
- Auszeichnung Immobilienaward 2009, Stuttgart


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