Sie befinden sich hier:
Industrie- und Gewerbebau / 09/2009 / 73230 Kirchheim unter Teck
Neubau Produktions- und Verwaltungsgebäude
Firmensitz 2e mechatronic
Im Industriegebiet Kruichling in Kirchheim unter Teck entstand im Jahr 2009 der neue Firmensitz der Firma 2E mechatronic GmbH & Co. KG. Nachdem unterschiedliche Grundstücke untersucht worden waren, fiel die Wahl auf den Standort Kirchheim, da dort die Randbedingungen für die geplante Nutzung und die Anforderungen der Bauherren optimal umgesetzt werden konnten.
Firmensitz 2e mechatronic
Neubau Produktions- und Verwaltungsgebäude

Firmensitz 2e mechatronic

Fakten
  • Bauherrschaft
    2E mechatronic GmbH & Co. KG
  • Architektenleistung
    BANKWITZ ARCHITEKTEN
  • Leistungsphasen
    1-7 nach HOAI
  • Bauzeit
    11/ 2008 - 09/ 2009
  • Bruttogrundfläche
    4.812m²
  • Kubatur
    34.951m³
  • Nutzfläche
    4.324m²
  • Generalunternehmer
    Freyler Industriebau GmbH


Im Industriegebiet Kruichling in Kirchheim unter Teck entstand im Jahr 2009 der neue Firmensitz der Firma 2E mechatronic GmbH & Co. KG. Nachdem unterschiedliche Grundstücke untersucht worden waren, fiel die Wahl auf den Standort Kirchheim, da dort die Randbedingungen für die geplante Nutzung und die Anforderungen der Bauherren optimal umgesetzt werden konnten.

Beschreibung des Projekts
Das massive Verwaltungsgebäude ist nach dem „Schubladen-Prinzip“ aus dem Baukörper der Produktionshalle herausgezogen. Während das Verwaltungsgebäude aus Stahlbetonfertigteilen mit Wärmedämmverbundsystem errichtet wurde, kam bei der Errichtung der Produktionshalle eine leichte Stahlkonstruktion mit Stahl-Sandwich-Fassade zur Anwendung. Das Gebäude zeichnet sich neben einer stark gedämmten Gebäudehülle durch einen höchsten Grad an energetischer Optimierung aus: Durch den Einsatz einer Wärmepumpe mit Geothermie, der Wärmerückgewinnung aus der Prozesswärme und der Kühlung über die die Wärmepumpe ist der Energiebedarf im Vergleich zu einem herkömmlichen Industriegebäude um ca. 70% geringer. Der CO2-Ausstoß der Firma konnte so um ca. 60 Tonnen pro Jahr verringert werden. Ergänzt wird das nachhaltige System durch die Nutzung der solaren Energie. Auf dem Dach des Produktionsgebäudes ist eine Photovoltaik-Anlage mit 140 KWp elektrischer Leistung installiert.

Um der Unternehmensphilosophie der Gemeinsamkeit zwischen den Produktion- und Verwaltungsmitarbeitern gerecht zu werden, wurde die Fassade des Verwaltungsbaus in einem sehr hellen Azurblau ausgeführt. Der Baukörper nimmt sich zurück und „vermischt“ sich mit den natürlichen Himmelsfarben. Der Sockel der Halle schmiegt sich in der gleichen Farbfamilie, allerdings mit einem etwas kräftigeren Farbton, an die Verwaltung an.

Der Brüstungsbereich des Atriums im dunkleren und der Kranz des Oberlichtes im helleren Azurblau spiegeln den natürlichen Verlauf der Himmelsfarben auch im Innenraum wider. So erlaubt die Mischung der Azurtöne in Kombination mit der maisgelben Innenseite der Brüstung einen freundlichen Ausblick aus den Büros ins Atrium. Das Atrium mit großzügigem Foyer dient als Eventbereich für interne Messen, als Kommunikationszone zwischen Produktion und Verwaltung sowie als Treffpunkt in der Cafeteria. Über das Atrium als Schnittstelle gelangen alle Mitarbeiter zu ihren Arbeitsplätzen. Blickbeziehungen zwischen den Geschossen, Eingang, Cafeteria, Büros und Produktionsflächen ermöglichen eine offene und kommunikative Unternehmenskultur.

Besonderheiten
- stark gedämmte Gebäudehülle: Verwaltungsgebäude aus Stahlbetonfertigteilen mit Wärmedämmverbundsystem; Produktionshalle aus leichter Stahlkonstruktion mit Stahl-Sandwich-Fassade
- höchster Grad energetischer Optimierung: Energiebedarf im Vergleich zu einem herkömmlichen Industriegebäude um ca. 70% geringer.
- Ausarbeitung eines Farbkonzeptes passend zur Unternehmensphilosophie sowohl im Innenraum als auch bei der Fassadengestaltung.
- Atrium dient als Kommunikationszone und Eventbereich