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Wettbewerbe / 12/2014 / 73035 Göppingen-Jebenhausen
nichtoffener Realisierungswettbewerb
Umbau/ Erweiterung Kinderhaus
Die Stadt Göppingen führte im Stadtteil Jebenhausen, Boller Straße 8, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen im Kinderhaus Stiftung Wieseneck durch. Gegenstand der Planungen waren zweieinhalb Gruppen für Kinder von 2 - 6 Jahren, eine Gruppe für Kinder unter 3 Jahren sowie eine Hortgruppe für Schulkinder. Der Gebäudebestand, in dem zwei Kindergartengruppen Ü3 und eine Krippengruppe U3 untergebracht sind, wurde erhalten und in das Gesamtkonzept integriert.
Umbau/ Erweiterung Kinderhaus
nichtoffener Realisierungswettbewerb

Umbau/ Erweiterung Kinderhaus

Fakten


Die Stadt Göppingen führte im Stadtteil Jebenhausen, Boller Straße 8, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen im Kinderhaus Stiftung Wieseneck durch. Gegenstand der Planungen waren zweieinhalb Gruppen für Kinder von 2 - 6 Jahren, eine Gruppe für Kinder unter 3 Jahren sowie eine Hortgruppe für Schulkinder. Der Gebäudebestand, in dem zwei Kindergartengruppen Ü3 und eine Krippengruppe U3 untergebracht sind, wurde erhalten und in das Gesamtkonzept integriert.

Beschreibung des Projekts
GEBÄUDESTRUKTUR
Das Kinderhaus befindet sich am westlichen Ortsrand von Jebenhausen zwischen einer weitflächigen Wiese und einer dörflichen Bebauung, die von Ein-/ Mehrfamilienhäusern geprägt ist. Das Gebäude fügt sich durch die Dachform und die Putzfassade nahtlos in die Umgebung ein. Das Ensemble des bestehenden Kinderhauses wird durch den Neubau in Nordöstliche Richtung so fortgeführt, dass eine L-förmige Gesamtkubatur entsteht. Der Neubau fasst den bestehenden Freibereich des Kinderhauses und bietet den Kindern somit einen geschützten Außenraum und Kommunikationsort. Auch im Bestand wird auf einen schonenden Umgang wertgelegt. Das neue Raumprogramm wird mit nur wenigen Eingriffen in die bestehende Raumstruktur integriert, was zu verringerten Umbaukosten und verkürzten Bauzeiten führt.

ERSCHLIESSUNG
Das Treppenhaus des Bestandgebäudes fällt weg und wird durch einen gemeinsamen und zentralen Erschließungskern ersetzt. Der neue Zwischenbau ist der zentrale Eingang für das Kinderhaus und macht Neubau und Bestand als ein Haus erlebbar . Die Flurbereiche selbst sollen mehr als reine Erschließungsflächen sein, sie sollen Teil des Kindergartenbetriebes sein und können als multifunktional Spielflure genutzt werden. Essensanlieferung sowie der Zugang zu Technik und Lagerräumen erfolgt über einen Nordwestlich gelegenen separaten Zugang im Erdgeschoss, im direkten Anschluss zur öffentlichen Verkehrsfläche. Somit werden Funktionsabläufe des Kinderhauses nicht gestört und auch ein Abend-/ Freizeitbetrieb des ebenerdigen Mehrzweckraumes ermöglicht. Über die Terrassenbereiche ist, sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss (über eine Außentreppe), ein direkter Zugang zum Garten gegeben.

RETTUNGSWEGE
Aus allen Gruppenräumen gibt es zwei unabhängige Rettungswege. Ein Rettungsweg führt über die Terrassen, sowohl im Erdgeschoss, als auch im Obergeschoss über die Außentreppe, in den Garten. Der zweite Rettungsweg erfolgt über die innere Erschließung des Zwischenbaus. Dieses Konzept der unabhängigen Rettungswege ermöglicht es die Erschließungsflächen im täglichen Kindergartenbetrieb zu integrieren und als kommunikativen Spielbereich zu nutzen. Auf notwendige Flure im Sinne des Brandschutzes, die in der Praxis der Kindergärten meist schwer umzusetzen sind, kann verzichtet werden (Beschränkungen der Brandlasten im Bereich der notwendigen Flure).