Sie befinden sich hier:
Wettbewerbe / 02/2015 / 88400 Biberach
Mehrfachbeauftragung
Neubau Wohn- und Dienstleistungsgebäude
2. RANG

Für den Neubau eines Wohn- und Dienstleistungsgebäudes in Biberach wurde eine Mehrfachbeauftragung durchgeführt.
Neubau Wohn- und Dienstleistungsgebäude
Mehrfachbeauftragung

Neubau Wohn- und Dienstleistungsgebäude

Fakten


2. RANG

Für den Neubau eines Wohn- und Dienstleistungsgebäudes in Biberach wurde eine Mehrfachbeauftragung durchgeführt.

Beschreibung des Projekts
STÄDTBAULICHES KONZEPT
Das Baugrundstück befindet sich an einem interessanten städtebaulichen Kreuzungspunkt. Begrenzt durch die Altstadt im Westen und dem Industriegebiet im Osten erhält der Bauort eine wichtige Verbindungsrolle und birgt viele Potenziale. Die Lage in der Nähe zum Fluss und den Grünflächen, die Nähe zum Bahnhof Biberach und dem historischen Stadtzentrum ist als attraktiver neuer Wohnort mit Entwicklungspotenzial für zahlreiche Freizeitangebote zu werten. Zwei Erschließungsachsen beherrschen die Lage. Eine Ost-West-Achse als Fußwegverbindung zwischen der Altstadt im Westen und dem Industriegebiet und Bahnhof im Osten. Die Nord-Süd-Richtung wird vom Straßenverkehr beherrscht und dient der Erschließung der anliegenden Bebauung. Neue Freiflächen mit öffentlicher, halb-öffentlicher und privater Nutzung sorgen für unterschiedliche Arten von Freizeitgestaltung. Das geplante Gebäude liegt zentral im neuen städtebaulichen Gefüge am Kreuzungspunkt der bereits beschriebenen Achsen. Das Erdgeschoss reagiert auf die Bewegungsabläufe der Öffentlichkeit mit Rücksprüngen in der Süd- und Nordfassade. Eine "innere Straße" fasst die Ost-West-Achse ein und leitet sie ins Innere des Gebäudes bzw. durch das Gebäude hindurch. Ein Platz im Westen, in Richtung des Zeppelinrings erhält eine wichtige Funktion für das öffentliche Leben des gesamten Quartiers und fungiert als Treffpunkt und Aufenthaltsort für Bewohner und Besucher.

GEBÄUDESTRUKTUR
Das Erdgeschoss des Gebäudes wird gewerblich genutzt. Der Grundriss ermöglicht die Nutzung durch eine oder zwei Parteien. Jede Einheit erhält mehrere Doppel- und Einzelbüros, einen Besprechungsraum und Gemeinschaftsflächen. Der mittlere Flurbereich kann als Trennung der Einheiten funktionieren oder aber als ein Foyer für eine Nutzungseinheit. Beide Einheiten bilden sich im Grundriss durch die Rücksprünge in der Fassade ab, schaffen dadurch eine überdachte Eingangssituation und einen separaten, unabhängigen Eingang im Norden für die Bewohner der Obergeschosse. Im ersten und zweiten Obergeschoss entstehen je zwei 4- und eine 2-Zimmer Wohnung. Jeder Wohnung ist eine Terrasse zugeordnet. Das dritte Obergeschoß springt an der Südseite um 3m zurück und bildet somit großzügige südorientierte Terrassen. Zwei barrierefreie 4-Zimmer Wohnungen finden im obersten Geschoss Platz. Das gesamte Gebäude ist unterkellert. Das Untergeschoss besteht aus einer Tiefgarage mit 10 Stellplätzen und einem Fahrradabstellraum, einem Keller mit Abstellräumen und einem Trockenraum für die Wohnungen sowie Technikräume für das Gebäude. Ein Müllraum ist mit direktem Zugang zur TG-Rampe angeordnet.

FASSADE
Die Lage des Gebäudes setzt den Baukörper in den Mittelpunkt, sodass dieses keine Hauptfassade erhalten soll. Die Fassade des Gebäudes erhält ein strenges Raster um das Gesamtbild so einheitlich wie möglich zu gestalten. Fassadenelemente, die zum Teil beweglich als Faltläden ausgeführt werden, ziehen sich als eine Art „Haut“ über den gesamten Baukörper und hüllen diesen gleichmäßig ein. Die Fassade erhält Beweglichkeit und Flexibilität durch die Anordnung von faltbaren Elementen im Bereich der Terrassen und Fensterflächen, die nach Bedarf geöffnet und als Sonnenschutz geschlossen werden können. Als Material der Fassadenelemente können sowohl perforierte Metallpaneele als auch Holzelemente verwendet werden.

ERSCHLIESSUNG
Die Erschließung des Gebäudes mit dem Auto erfolgt aus der Südrichtung über den Prinz-Eugen-Weg. Die Tiefgaragenrampe ist bequem von dieser Straße aus zu bedienen. Vier Außenparkplätze sind zur Straße hin angeordnet, zwei weitere befinden sich an der Nordseite des Gebäudes. Der Treppenhauskern sowie der Erschließungsflur der Wohngeschosse liegen an der Nordseite des Gebäudes. Der Erschließungskern erhält eine großzügige Glasfassade, die natürliche Belichtung in das Innere des Gebäudes bringt. Die Trennung der Eingangssituation für die unterschiedlichen Nutzer (Dienstleistung - Wohnnutzung - Öffentlichkeit) des Gebäudes ist sehr wichtig. Diese wird durch den Versatz der Erdgeschossfassade gelöst und ermöglicht unabhängige Erschließung der Büros und der Wohnungen im Norden. Ein weiterer Eingang befindet sich im Süden und soll als Kundeneingang für die Erdgeschosse genutzt werden.