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Wettbewerbe / 10/2015 / 71287 Weissach
Mehrfachbeauftragung
Aidenbergsteige in Weissach
2. RANG

Die Gemeinde Weissach kam im Zuge eines Planaufstellungsverfahrens zu dem Schluss, dass entlang der Aidenbergstraße vor einer Fortführung des Bebauungsplanverfahrens zunächst konkrete architektonische Überlegungen zur möglichen Bebauung der kommunalen Grundstücke erarbeitet werden sollten. Gegenstand der Planungen waren barrierefreie Neubauten mit Wohnungen für alle Generationen.
Aidenbergsteige in Weissach
Mehrfachbeauftragung

Aidenbergsteige in Weissach

Fakten


2. RANG

Die Gemeinde Weissach kam im Zuge eines Planaufstellungsverfahrens zu dem Schluss, dass entlang der Aidenbergstraße vor einer Fortführung des Bebauungsplanverfahrens zunächst konkrete architektonische Überlegungen zur möglichen Bebauung der kommunalen Grundstücke erarbeitet werden sollten. Gegenstand der Planungen waren barrierefreie Neubauten mit Wohnungen für alle Generationen.

Beschreibung des Projekts
ENTWURFSGEDANKEN
Welche Chancen bietet ein Grundstück, das sich mitunter sehr steil nach Nordwesten neigt und auf dem eine wirtschaftlich möglichst dichte und doch städtebaulich angemessene Bebauung untergebracht werden soll? Der Lösungsansatz besteht in der Aufteilung des Hanggrundstückes in 4 Ebenen. Darauf werden Mehrfamilienhäuser mit jeweils 5-6 Wohnungen auf max. drei Geschossen horizontal und vertikal gestaffelt und versetzt geplant.

Durch das Gebäudeensemble führt über Rampen und Treppen ein Fußweg von der Aidenbergsteige bis hinunter zur Bushaltestelle an der Bachstraße. Entlang dieser Verbindung entstehen an ausgewählten Stellen Plätze zur gemeinschaftlichen Nutzung und zur Erschließung der einzelnen Wohngebäude. Barrierefreie Zugänge zu den Aufzügen und Freiflächen sind von der Bachstraße, in Halbhöhenlage und von der Aidenbergsteige aus vorgesehen. Durch die Höhenstaffelung lassen sich auch geschützte private Freiflächen realisieren, die ideal für Senioren oder junge Familien geeignet sind. Dem Wohnungsmix entsprechend sind auch Wohnungen mit nur geringem Gartenanteil oder auch großer Dachterrasse möglich. Jeder Wohnung aus verschiedene Ausblicke und Ausrichtungen ermöglicht. Diese Gebäudetypologie kann flexibel modifiziert (z.B. um 90° gedreht) werden, um der jeweiligen Grundstückssituation oder der erforderlichen Wohnungsgrößen gerecht zu werden. Außerdem entsteht dadurch ein lebendiges Ensemble mit gemeinschaftlichen Plätzen und Höfen anstatt einer massiven Reihung. Die Differenzierung der Gebäudeteile mit Pult- und Flachdächern und transparenten Erschließungszonen optimiert die Einbindung in die landschaftlich exponierte Lage.

GRUNDRISSE UND KONSTRUKTION
Die Wohngebäude sind als Zweispänner mit zentralem, hellem Treppenhaus konzipiert und bieten Platz für barrierefreie 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen, die dreiseitig belichtet werden können. Alle Wohnungen sind mit dem Aufzug erreichbar, haben Tageslichtbäder, Terrassen oder Loggien und einen separaten Abstellraum im Untergeschoss. Konstruktiv ist geplant, auf die massiven Unter- und Sockelgeschosse einen Holzbau zu setzen. Der Holzrahmenbau mit Zellulosedämmung ermöglicht durch seinen hohen Vorfertigungsgrad eine schnelle Bauzeit und lässt sich später komplett wiederverwerten. Die flachen Pultdächer sollen begrünt werden und bieten neben ökologischen Vorzügen (z.B. Regenrückhaltung) auch Vorteile im sommerlichen Wärmeschutz. Der Grundsatz der Nachhaltigkeit soll sich zudem in der Materialwahl nach ökologischen Gesichtspunkten (Graue Energie, Schadstoffvermeidung, Wiederverwertbarkeit/Entsorgung…) und der energetisch optimierten Gebäudehülle wiederfinden.