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Wettbewerbe / 03/2018 / 72336 Balingen
Verhandlungsverfahren
Neubau Jugendhaus, Balingen
Die Stadt Balingen richtet im Jahr 2023 die Gartenschau für Baden-Württemberg aus und beabsichtigt in diesem Zusammenhang ein neues Jugendhaus zu bauen. Aufgabe des Wettbewerbs war die Entwurfsplanung des Jugendhauses, das innerhalb des Gartenschaugeländes einen architektonisch herausragenden Baustein darstellen soll. Es wurde vorgesehen, die Jugendlichen beim Entwurf und der Ausgestaltung des Neubaus maßgeblich zu beteiligen.

Neubau Jugendhaus, Balingen
Verhandlungsverfahren

Neubau Jugendhaus, Balingen

Fakten
  • Bauherrschaft
    Große Kreisstadt Balingen


Die Stadt Balingen richtet im Jahr 2023 die Gartenschau für Baden-Württemberg aus und beabsichtigt in diesem Zusammenhang ein neues Jugendhaus zu bauen. Aufgabe des Wettbewerbs war die Entwurfsplanung des Jugendhauses, das innerhalb des Gartenschaugeländes einen architektonisch herausragenden Baustein darstellen soll. Es wurde vorgesehen, die Jugendlichen beim Entwurf und der Ausgestaltung des Neubaus maßgeblich zu beteiligen.


Beschreibung des Projekts
Das neue Jugendhaus soll ein Bindeglied für die umliegende Bebauung sein und die unterschiedlichen Nutzungsbereiche vereinen. Das neue Gebäude soll markant und zugleich schlicht sein und sich harmonisch in seine Umgebung einfügen. Das Gebäude ist als zweigeschossiger Flachdachbau konzipiert. Die Haupterschließung orientiert sich zur Hindenburgstraße. Nach Analyse der Grundstückslage, kann davon ausgegangen werden, dass die meisten Besucher über die Hindenburgstraße vom Stadtzentrum und Bahnhof das Gebäude besuchen werden. Es wird sicherlich auch zu Besuchern aus Richtung der Eyach-Anlagen kommen. Die Fassadengestaltung wird in Hinblick auf diese beiden Schauseiten entwickelt. Im Fokus des Entwurfes steht die Aufenthaltsqualität der Nutzer, offene und klare Raumaufteilung und größtmögliche Nutzungsflexibilität.

NUTZUNG:
Es ergeben sich aus den Nutzungsanforderungen und dem Raumprogramm zwei große Nutzungsbereiche, welche unabhängig funktionieren müssen. Das ist zum einen die Veranstaltungsfläche, zu welcher auch das Café sowie alle Nebenräume, wie Sanitärbereich, Küche und Lagerräume, gerechnet werden. Der zweite Hauptbereich ist die Sportnutzung mit Trampolinraum, Fitness- und Tanzräumen, sowie die Freizeitflächen (mit Billard, Tischtennis und Dartspielfläche). Diese benötigen einen eigenen Sanitärraum mit Dusch- und Umkleidemöglichkeiten, um die Sanitäreinrichtung unabhängig von gleichzeitig stattfindenden Veranstaltungen nutzen zu können. Diese erhalten auch eine Möglichkeit zum Aufenthalt im Außenbereich auf der Dachterrasse, welche ebenfalls getrennt von der Veranstaltungsfläche genutzt werden kann. Weitere Nutzungen, wie die Verwaltung und Technikräume, sowie die Werkstatt erhalten geeignete Räumlichkeiten mit separater Erschließung.

RÄUMLICHKEITEN:
Der Hauptzugang ins Gebäude erfolgt von der Hindenburgstraße. Über einen Windfang können sich die Besucher in unterschiedliche Nutzungsbereiche verteilen. Über den Windfang betritt man das Foyer, welches die Bereiche Café, Veranstaltungsraum und die zugehörigen Sanitärräume anbindet. Das Foyer, Café und Veranstaltungsraum können im Bedarfsfall als eine zusammenhängende Veranstaltungsfläche genutzt werden. Eine zentrale Küche kann den Veranstaltungsraum und Café auch bei getrennten Veranstaltungen gleichzeitig bewirten. Café und Veranstaltungsraum erhalten einen eigenen Freibereich, um getrennte Nutzung anbieten zu können. Der Veranstaltungsraum erhält einen großzügigen Außenbereich gen Norden, entlang der Hindenburgstraße. Somit orientiert sich der Außenlärm bei Feierlichkeiten in Richtung Industriegebiet und bietet den größtmöglichen Schutz der Wohngebiete im Osten.
Über den Windfang gelangt man in den Sportbereich, welcher im Obergeschoß des Hauses angeordnet ist. Lediglich der Trampolinraum erhält seinen Eingang im Erdgeschoss, da dieser sich über beide Geschosse erstreckt. Der Trampolinraum wird über Oberlichter im Dach des Gebäudes natürlich belichtet und kann rundum Schutzpolter an den Wänden erhalten. Um eine getrennte Nutzung gewährleisten zu können, erhält der Sportbereich einen eigenen Sanitärbereich im Obergeschoss. Im Obergeschoß erhalten die Besucher die Möglichkeit die Zeit mit Billard, Tischkicker oder Dartspielen zu verbringen. Ein ausreichend großer Raum für Fitness und Tanzen kann beide Nutzungen gleichzeitig ermöglichen. Die Tanzbegeisterten können ebenfalls die Dachterrasse für Übungen im Freien nutzen.
Im Dachgeschoss finden außerdem die Bandprobe und Musikaufnahme Platz. Ein Aufzug im Gebäude ermöglicht barrierefreie Erschließung aller Gebäudeebenen. Ein behindertengerechtes WC findet sich im Erdgeschoss des Jugendhauses.

FASSADENGESTALTUNG UND AUSSTATTUNG:
Sichtbetonfassade als zweischalige Betonfassade mit Kerndämmung ausgeführt aufgelockert durch großzügige Fensterbänder und Glasfassaden. Die Betonfassade steht für Graffiti-Kunst zur Verfügung. Der zweigeschossige Fassadenteil im Süden bietet Boulderflächen an. Im Innenraum finden sich ebenfalls größtenteils Sichtbetonwände. Die Decke wird zum Teil als Akustikdecke ausgeführt, zum Teil bleiben die gestrichenen Betondecken mit offener Leitungsführung sichtbar.