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Öffentliche und Sonderbauten / 09/2017 / 73252 Lenningen-Schopfloch
Instandsetzung
Johanneskirche Schopfloch
Beginnend mit der Voruntersuchung im Jahr 2014 wurden BANKWITZ ARCHITEKTEN mit den Instandsetzungsarbeiten an der evangelischen Johanneskirche in Schopfloch beauftragt. Die Maßnahme wurde im Herbst 2017 abgeschlossen.
Johanneskirche Schopfloch
Instandsetzung

Johanneskirche Schopfloch

Fakten
  • Bauherrschaft
    Evangelische Kirchengemeinde Schopfloch
  • Architektenleistung
    BANKWITZ ARCHITEKTEN
  • Leistungsphasen
    1 - 9 nach HOAI


Beginnend mit der Voruntersuchung im Jahr 2014 wurden BANKWITZ ARCHITEKTEN mit den Instandsetzungsarbeiten an der evangelischen Johanneskirche in Schopfloch beauftragt. Die Maßnahme wurde im Herbst 2017 abgeschlossen.

Beschreibung des Projekts
Vorab wurden die Dachkonstruktion und der Putz begutachtet. Hierbei wurden Setzungsrisse entdeckt, die man mit Notfallmaßnahmen überbrückte. Die Orgelempore und Fenster wurden abgestützt und die Orgel vor herabfallendem Putz geschützt.

Wände wurden an den betroffenen Stellen neu verputzt und gestrichen. Um die Orgel während der Arbeiten zu schützen, lief ein Enstaubungsgerät nebenbei.
Schneefangbretter am Dach wurden ausgetauscht, Dachplatten gewechselt und alle Firstziegel per Hand fest vermörtelt, damit die historische Substanz gesichert werden konnte. Neben der Verlegung der Fallrohre der Dachrinnen wurde aus den Dachgefachen 1.000 kg Schutt entfernt.

Das seit 1996 bestehende Betonfundament wurde mit einer Abdichtung versehen, um vor Feuchtigkeit zu schützen. Dies gelang durch das Freilegen der Fundamente, wobei ein Graben entstand, den man aus Eigenleistung mit einer Holzbrücke überspannte.

Ein nicht ganz ungefährlicher Eingriff, war hier die Fundamentstabilisierung, da jede Anhebung der Orgelempore, der Gruol-Orgel hätte schaden können, wurde diese ständig überwacht. Zum Befestigen des Untergrundes, wurde in über 40 Edelstahlsonden ein Zweikomponenten-Harzsystem gepresst. Die Fassade nicht zu vergessen, kostete über 1 km lange Handarbeit bei der die Mauerfugen ausgekratzt wurden. Unter dem neuen Sanierputz befinden sich mehrere Spezialschichten, die mithilfe der Fassadenfarbe die Feuchtigkeit besser diffundieren.

Die Holzkanten des Turmes wurden alle abgerundet, damit die Farbe besser haftet. Zusätzlich wurde der schadhafte Putz erneuert, und die Zifferblätter der Turmuhr gereinigt und mit Farbabplatzungen repariert. Auch der Kaiserstiel wurde nicht verschont, das Turmdach musste aufgedeckt der neue Kaiserstiel mit einem Kran eingesetzt werden. Ebenso wies das Turmkreuz Schäden auf, welche durch eine neue Grundierung Vergoldung behoben wurden. Nach einer Abendandacht wurde das Kreuz neu aufgesetzt, welches für viele die spektakulärste Aktion der gesamten Renovierung war.