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Laufendes Projekt / 73431 Aalen
Optimierung Zukunftsfähigkeit
BTS Bildungs- und Tagungsstätte, Aalen
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) beauftragte BANKWITZ ARCHITEKTEN, auf Grundlage des mit unserem Büro abgeschlossenen Rahmenvertrages, mit den Planungsleistungen der Maßnahme "Optimierung der Zukunftsfähigkeit". Die BTS Aalen ist eine von zwölf Bildungs- und Tagungsstätten der Bundesagentur für Arbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wird von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BA seit vielen Jahren für die Aus-, Fort- und Weiterbildung genutzt. Im Jahr 2015 besuchten 8836 Seminar- und Tagungsteilnehmer diese Bildungsstätte.
BTS Bildungs- und Tagungsstätte, Aalen
Optimierung Zukunftsfähigkeit

BTS Bildungs- und Tagungsstätte, Aalen

Fakten
  • Bauherrschaft
    Bundesagentur für Arbeit
    BA-Gebäude-, Bau- und Immobilienmanagement GmbH
  • Architektenleistung
    BANKWITZ ARCHITEKTEN


Die Bundesagentur für Arbeit (BA) beauftragte BANKWITZ ARCHITEKTEN, auf Grundlage des mit unserem Büro abgeschlossenen Rahmenvertrages, mit den Planungsleistungen der Maßnahme "Optimierung der Zukunftsfähigkeit". Die BTS Aalen ist eine von zwölf Bildungs- und Tagungsstätten der Bundesagentur für Arbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wird von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BA seit vielen Jahren für die Aus-, Fort- und Weiterbildung genutzt. Im Jahr 2015 besuchten 8836 Seminar- und Tagungsteilnehmer diese Bildungsstätte.

Beschreibung des Projekts
OBJEKTBESCHREIBUNG BESTAND
Das Gebäudeensemble der BTS Aalen umfasst neben den Lehr- und Schulungssälen einen zentralen Empfangsbereich mit Mensa und angegliedertem Verwaltungstrakt. Die Unterbringung der Besucher erfolgt in zwei freistehenden Wohngebäuden. Zusammengefasst verteilen sich ca. 10.000 m² Grundfläche auf die oben genannten Nutzungen. Eine Herausforderung stellen die verschiedenen Funktionsbereiche und die Anordnung der Gebäude dar. Nicht nur dass die drei Gebäude Kocher, Jagst und Rems auf verschiedenen Meereshöhen liegen, auch die Gebäude selbst bestehen aus Stockwerken, die um die Hälfte versetzt aneinander gereiht sind - sogenannte Split-Levels. Die Geschossigkeiten der Baukörper sind somit sehr unterschiedlich und reichen vom flachen, zwei- bzw. dreigeschossigen Schulungs- und Verwaltungskomplexes (Haus Kocher), bis hin zum Wohnhochhaus Jagst mit acht Vollgeschossen. Das knapp 15.000 m² große Grundstück wird von den drei Baukörpern an der Nord und Nord-Ost Seite eingefasst und öffnet sich zum Tal hin in eine weitläufige Außenanlage mit Baumbestand und zahlreichen Freiflächen. Die Bildungseinrichtung verfügt über 90 Stellplätze, die im Anschluss an die Bebauungen im Norden und Süd-Osten an den Grundstücksgrenzen liegen. Die Gebäude sind über ein bestehendes Wegenetz in den Außenanlagen miteinander verbunden.

1. Barrierefreiheit
- Viele Ebenen und Split- Level in der gesamten Anlage
- Gebäude an die Topographie angepasst: die Gebäude selbst bestehen aus mehreren Split-Level
- Keine Aufzüge oder Rampen
2. Eingang und Empfangsbereich Haus Kocher
- Position Rezeption/ Eingang stimmt nicht: Stau bei Ankunft und Abreise
- Eingang zum Haus Kocher ist nicht attraktiv
- Gepäckaufbewahrung und Nebenräume fehlen
3. Verbindungswege
- Gebäuden funktionieren nicht miteinander
- Eingänge und Verbindungswege nicht klar ersichtlich: liegen auf verschiedenen Ebenen
- Verbindungswege nicht barrierefrei und nicht überdacht
4. Seminarräume
- Nicht barrierefrei zu erreichen
- Nebenräume und Lagerräume fehlen
- Keine Raumflexibilität durch kleine oder große Gruppen
- Der größte Raum ist auf 26 Teilnehmer ausgelegt.

ZUKUNFTSFÄHIGKEIT BTS AALEN
Der Schwerpunkt der zukünftigen Maßnahmen liegt in der Realisierung und Umsetzung einer barrierefreien Anlage und garantiert die Zukunftsfähigkeit der BTS Aalen. Darüber hinaus wird der Flächenerweiterung der bestehenden Seminarräume ein besonderes Augenmerk zugesprochen um weiterhin flexible und vielfältige Nutzungen zu gewährleisten.

Der Standort des BTS Aalen verfügt über ein vielfältiges Angebot für den Besucher, welches über die der eigentlichen Bildungseinrichtung hinausgeht. Hier können berufliche Weiterbildung und Seminare optimal mit Freizeitaktivitäten vereinbart werden. Das direkte Umfeld und der Bezug zu dem angrenzenden Naherholungsgebiet am Hausberg Langert im Rücken der Anlage und der weitläufigen Grünanlage des BTS mit Baumbestand sorgen für eine fördernde Arbeitsatmosphäre und einen erholsamen Ausgleich zum Seminaralltag. Auf der anderen Seite besteht der direkte Bezug und Anschluss zum belebten Stadtzentrum von Aalen. Neben den ortspezifischen Eckpunkten ist die Bausubstanz der Bildungseinrichtung, durch ständige Sanierungsmaßnahmen, auf einem hervorragenden Stand. Der geplante Neubau inmitten der Anlage soll, mit dem großen Veranstaltungssaal für 75 Personen und den hauseigenen Freizeitangeboten, das neue Zentrum der Bildungseinrichtung werden und diesem einen neue Identität verleihen. Durch vorhandene Freiflächen auf dem Grundstück kann die Bildungseinrichtung um das neu geschaffene Zentrum über einen langen Zeitraum stetig wachsen und sich weiterentwickeln.

NACH DEM UMBAU
Insgesamt ist der Komplex nach dem Umbau in 5 Einheiten unterteilt:
- Haus Kocher: Zentralgebäude mit Mensa, Rezeption und Verwaltungstrakt
- Haus Kocher: Pavillons, nur Lehrsäle
- Haus Jagst, Hochhaus nur Übernachtungsräume mit neuem Verbindungsweg UG zum Zentralgebäude
- Neubau „Großer Saal“ mit Freizeiträumen im UG
- Haus Rems, nur Übernachtungsräume, Zugang durch neue Außenüberdachung wettergeschützt

Der zentrale Eingangsbereich mit Empfang und angrenzendem Loungebereich wurde durch einen Erweiterungsbau ergänzt, der die erforderlichen Zusatznutzungen beinhaltet. Neben einem Cafebereich haben speziell Kinder dort die Möglichkeit in einem eigenen Bereich die Zeit zu verbringen und dem Betriebsablauf der Bildungseinrichtung zu entkommen. Die Direktverbindung, durch den Anbau, zu den Wohngebäuden Jagst und Rems spielt eine bedeutende Rolle im Erschließungskonzept der Anlage.

Im Zuge der bereits genannten Erweiterung im Haus Kocher wurde ein direkter, ebenerdiger und somit auch barrierefreier Zugang zum Wohnhochhaus Jagst geschaffen. Der neue Zugang gliedert sich vollständig in das bestehende Konzept der Außenwege ein und überbrückt die großen Höhendifferenzen zwischen den einzelnen Gebäuden.

Das neue repräsentative Zentrum der Anlage schafft gleichzeitig eine Verbindung der bestehenden Gebäude, indem es sich ebenfalls an bestehenden Wegen und Bezügen orientiert, und kann dennoch als eigenständiges Bauwerk für flexible Nutzungen fungieren. Die offenen Fassadengestaltung des Neubaus und die charakteristische Topografie der Hanglage schaffen räumliche Qualitäten im Innen- und angrenzenden Außenraum.

Mit den zusätzlich geschaffenen Nutzflächen bekommt der Seminar- und Tagungsstandort Aalen weitere Kapazitäten und flexible Räume, die je nach Anforderungsprofil verschiedenste Zwecke temporär oder langfristig erfüllen können. Durch die Erweiterungsmaßnahmen ist ein zukunftsfähiges Grundgerüst geschaffen, welches bedarfsweise noch erweitert werden kann und den Standort Aalen auf Dauer stärkt.