Neubau Logistikzentrum mit Hochregallager

EVB Baupunkt

Fakten
  • Bauherrschaft
    EVB BauPunkt Einkaufs- und Handelsgemeinschaft GmbH & Co.KG
  • Generalplanung
    BANKWITZ ARCHITEKTEN
  • Leistungsphasen
    1-9 nach HOAI
  • Bauzeit
    05/ 2012 - 11/ 2013
  • Bruttogrundfläche
    2.336 m²
  • Kubatur
    23.434 m³
  • Nutzfläche
    2.254 m²


Im Eschenbacher "Gewerbegebiet Voralb" entstand im Anschluss an ein bestehendes Produktionsgebäude für die Fa. EVB BauPunkt GmbH & Co. KG der Neubau eines 12 Meter hohen Logistikzentrums.

Beschreibung des Projekts
Im Jahr 2011 beauftragte die EVB BauPunkt Einkaufs- und Handelsgemeinschaft, mit Sitz im Eschenbacher „Gewerbegebiet Voralb“, das Büro BANKWITZ ARCHITEKTEN mit dem Neubau eines Logistikzentrums mit Hochregallager. Ziel des Unternehmens war es, sich durch die Erweiterung des bestehenden Produktionsgebäudes für die Zukunft zu rüsten.

Die neue Halle wird mit der Bestandshalle über einen Zwischenbau verbunden. Um eine gleich hohe Erdgeschossfußbodenhöhe (EFH) im gesamten Gebäudekomplex zu erhalten, musste das Gelände im nordöstlichen Teil des Grundstücks aufgeschüttet werden. Bedingt durch die hohen Lastanforderungen wurde eine Baugrundverbesserung bzw. ein Bodenaustausch erforderlich. Die Haupttragkonstruktion der rund 12 Meter hohen Halle besteht aus Spannbeton-Fertigteilen, der Zwischenbau wurde als Stahlkonstruktion ausgeführt. Das Hochregallager im Inneren wurde in Schmalgang-Bauweise errichtet und nimmt circa 4/5 der vorhandenen Hallenfläche ein. Die Schubmaststapler, die im neuen Lager zum Einsatz kommen, werden zwangsgeführt. So erfolgt deren Steuerung über Induktionsschleifen, die im Boden der Regalgassen eingelassen wurden.

Im vorderen Hallenbereich wurde außerdem eine Stahlkonstruktion als Zwischenebene von den Spannbeton-Dachbindern abgehängt. Das Dach des Logistikzentrums, in dem auch Verwaltungsbüros untergebracht sind, wurde begrünt und mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet. Um die Be- und Entladung von Lastkraftwagen zu ermöglichen wurden außerdem drei Überladebrücken eingebaut. Zusätzlich zum Neubau des Logistikzentrums wurde die bestehende Produktionshalle mit vorgesetzter Verwaltungseinheit saniert, die Stahlbeton-Bodenplatte neu beschichtet und deren Fassade durch Aufbringen einer Wärmedämmung einschließlich Blechverkleidung modernisiert.

Besonderheiten
- enge Zusammenarbeit mit Behörden, Logistikplanern, einem Brandschutzgutachter, dem Bauherren und dem Nutzer der neuen Flächen
- Anheben der EFH im Mittel um 1,50m zur ebenen Erschließung von Bestandshalle zum Neubau
- Stützenfreie Halle über 32,00m Spannweite mittels Spannbetonbindern aus Betonfertigteilen
- Stützenfreie, abgehängte Zwischenebene als Palettenregallager
- Betonkernaktivierung der stahlfaserbewehrten Bodenplatte mittels Industrieflächenheizung
- Extensive Dachbegrünung, teilweise Fassadenbegrünung
- Aufbringen einer Photovoltaikanlage
- Verlängerte Bauzeit durch das Hochregallager, einen langen Winter (Arbeiten im Außenbereich) und Konkurs der Rohbaufirma
- Baukosten wurden trotz verlängerter Bauzeit unterschritten


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