Neubau

Kindergarten Bahnhofstraße

Fakten
  • Bauherrschaft
    Stadt Owen
  • Generalplanung
    BANKWITZ ARCHITEKTEN
  • Fachplaner
    Freianlagenplanung: Thiede Landschaftsarchitekten
  • Leistungsphasen
    1 - 9 nach HOAI
  • Bauzeit
    06/ 2010 - 04/ 2011
  • Bruttogrundfläche
    1.053 m²
  • Kubatur
    3.607 m³
  • Nutzfläche
    754 m²


In Owen an der Teck entstand bis Mai 2010 nach Abriss eines bestehenden Kindergartens ein Neubau mit Ganztagsbetreuung und Kleinkindgruppe. Der Stahlbeton-Skelettbau mit vorgestellter Holzständerfassade ist im KfW 70-Standard erstellt worden.

Beschreibung des Projekts
Der Entwurf reagiert durch eine Erweiterung des Raumprogramms auf das neue pädagogische Konzept mit Ganztagesbetreuung und Kleinkindgruppe. Die Kinder bekommen hierbei die Möglichkeit verschiedene Themenbereiche (Malen, Kochen, Forschen, Ausruhen, Bewegen etc.) in unterschiedlichen Räumen zu nutzen. Im Freibereich wird dieses Konzept fortgeführt: Außer Spielgeräten gibt es beispielsweise ein kleines Atrium, Sand- und Matschbereiche, einen Barfußpfad und Weidentunnel. Unterschiedliche Belagsoberflächen und Materialien sollen die Sinne anregen und ein abwechslungsreiches Spielen im Freien ermöglichen.

Alle Aufenthaltsräume des Kindergartens sind raumhoch verglast und orientieren sich konsequent nach Osten oder Süden, so dass eine optimale natürliche Belichtung der Innenräume garantiert werden kann. Die Nebenräume und Sanitäranlagen sind nach Norden oder Westen orientiert. Vom zentralen Eingangsbereich erreicht man über einen kurzen Stichflur zwei ebenerdig liegende Themenräume und das Kinderrestaurant. In der angegliederten Nebenraumspange sind Garderobe, WCs und die Spülküche untergebracht. Ein 2-seitig belichteter, großzügiger Bewegungsraum ist direkt vom Eingangsbereich erreichbar. Die bespielbare „Erlebnistreppe“ und der Aufzug dienen als Erschließungselemente in das Obergeschoss. Dort befinden sich die Kleinkindgruppe, ein direkt zugeordneter Schlaf- und Wickelraum, ein weiterer Themenraum, der Teamleiterraum und ein zur „Wasserwerkstatt“ ausgebauter WC-Bereich. Es ist ebenfalls möglich die begrünte Dachfläche zu nutzen.

Warme und angenehme Oberflächen schaffen im gesamten Gebäude ein kindgerechtes Umfeld. Bei der Auswahl der Materialien im Roh- und Ausbau und deren Verarbeitung wurde großen Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit gelegt. Der „Vorarlberger Ökoleitfaden“ diente hierbei als bewährte Richtschnur bei der Beurteilung der Baustoffe. Neben den Auswirkungen auf Umwelt und Natur stellt vor allem die Unbedenklichkeit für den Menschen ein Kriterium dar.

Der Stahlbeton-Skelettbau mit vorgestellter Holzständerfassade ist im KfW 70-Standard errichtet worden. Die energieeffiziente Bauweise wirkt sich positiv auf die Behaglichkeit im Innenraum (keine kalten Wand-/ Glasoberflächen), auf die Umwelt und nicht zuletzt auf die Betriebskosten aus.

Besonderheiten
- Auszeichnung: Heinze Architekten Award, Einzigartiger Nichtwohnbau, Shortlist 2011
- Erweiterung des Raumprogramms, verschiedenste Themenbereiche im Innen- und Außenraum
- Auswahl und Verarbeitung aller Materialien nach den Kriterien des Vorarlberger Öko-Leitfadens
- Schaffung eines kindgerechten Umfeldes durch bewusste Auswahl von Belagsoberflächen, Materialien und Farben
- Neubau im KfW 70-Standard
- Energiegewinnung ausschließlich über regenerative Energiequellen


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  • Wir denken selten an das, was wir haben,
    aber immer an das,
    was uns fehlt.
    Arthur Schopenhauer