Neuerrichtung eines Bürgerzentrums mit Kindergarten

KI-West, Feldkirchen-Westerham

Fakten
  • Bauherrschaft
    Gemeinde Feldkirchen-Westerham
  • Generalplanung
    BANKWITZ ARCHITEKTEN
  • Leistungsphasen
    1 - 9 nach HOAI
  • Bauzeit
    09/ 2014 - 03/ 2016
  • Bruttogrundfläche
    2.577 m²
  • Kubatur
    8.975 m³
  • Nutzfläche
    1.727 m²


Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham beauftragte den Neubau eines 3-gruppigen Kindergartens und einer 3-gruppigen Kinderkrippe mit den dazugehörigen Freizeitanlagen für 6 Gruppen. Zusätzlich wurden im Obergeschoß Nutzungsmöglichkeiten für einen Bürgertreff geschaffen. Nachhaltigkeit, ökologisches Bauen und Kostensicherheit waren für den Bauherren besonders wichtige Themen.

Beschreibung des Projekts
Entstanden ist ein U-förmiger Baukörper mit zweistöckigem Querbau und einstöckigen Längsflügeln sowie begrünten Flachdächern. Im Südwesten sind ein Vorplatz mit Zufahrt zum Gebäude und Parkplätze entstanden. Die Kinderspielplätze wurden im Südosten und im Innenhof geplant, ein Spielplatz und die Einfahrt in die Tiefgarage befinden sich im Nordwesten.

Das Gebäude wird zentral über den Querbau erschlossen. Der Eingang wird von dem Obergeschoss eingerahmt, das um 2,50 Meter auskragt. Eine großzügige Fassadenverglasung im Empfangsbereich ermöglicht dem Besucher einen Ausblick in den Innenhof. Von dort hat man Zugang in das Kinderhaus.

Die beiden Flügel des Kinderhauses sind in eine Kinderkrippe und einen Kindergarten unterteilt, die jeweils aus drei Kindergruppen bestehen. Der westliche Flügel beherbergt die Kinderkrippe für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Jeder Gruppe steht ein großer Gruppenraum mit Oberlicht, ein Schlafraum und ein Wickelraum zur Verfügung. Die innen liegenden Wickelräume werden ebenfalls über ein Deckenoberlicht belichtet und belüftet. Im östlichen Riegel befindet sich ein Kindergarten für Kinder über drei Jahren mit einem dazugehörigen Gruppenraum, einem Nebenraum sowie Sanitärräumen. Die Flure der beiden Flügel werden als Spielflure genutzt und bieten ausreichend Platz für Spiel und Bewegung. Zusätzlich besteht für die Kleingruppen die Möglichkeit, die Nischen in den Fluren als Spielraum zu nutzen. Zudem sind die Kindergarderoben in den Fluren integriert. Im Untergeschoss befinden sich Lager- und Technikräume. In das Obergeschoss gelangt man über das Treppenhaus oder mit dem Aufzug. Über den Empfangsbereich mit anschließendem Flur werden die im Querriegel angeordneten gemeinschaftlich genutzten Räume des Kinderhauses sowie das Kinderrestaurant und der Mehrzweckraum erschlossen. Im Obergeschoss befinden sich das Bürgerzentrum mit einem großen Veranstaltungssaal mit Außenterrasse („Bürgertreff“) sowie drei Büroräume mit zugehörigen Nebenräumen.

Besonderheiten
- Holz als vorherrschendes Gestaltungsmerkmal, Ausführung komplett in Holzbauweise
- Fertigung des Tragwerkes, der Wärmedämmung der Außenwände, der Fassadenschalung, der Pfosten-Riegelfassade und der Bekleidung in den Innenräumen aus Holzmaterial
- Fertigung der Außen- und Innenwände aus massiven Brettsperrholzplatten, gedämmt mit Zellulose.
- Vertikale, vollflächige Schalung der Fassade mit einer vorvergrauten Weißtannenschalung
- Teilweise wurden tragende Holzwände sichtbar belassen oder mit Fichtenholz beplankt.
- Eichenparkett und Holzakustikdecken
- Die unterschiedliche Farbgebung jeder Kindergruppe dient als Orientierungshilfe für die Kinder.



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  • Laufendes Projekt / 73230 Kirchheim unter Teck
    Neubau Wohn- und Geschäftshaus, Hindenburgstraße 34, Bauteil C
    Erweiterung Eisbärhaus, Kirchheim unter Teck
    Das Grundstück "Hindenburgstraße 34" wurde im Jahr 2018 erworben, um das Eisbärhaus durch einen Neubau räumlich zu vergrößern. Auch bei dem Neubau steht der Eisbär als Vorbild für ein effizientes Energiekonzept. Wie bereits das Eisbärhaus ist auch das Bauteil C als Passivhaus konzipiert. Im Zuge der Erweiterung der Räumlichkeiten unseres Unternehmens, erfolgt außerdem bis Ende 2020 die Umgestaltung unserer Büroflächen hin zu Bürowelten.
  • "TEAMWORK bewirkt, dass ganz gewöhnliche Leute ganz ungewöhnliche Ergebnisse erzielen."

    unbekannt
  • Laufendes Projekt / 72622 Nürtingen
    Bebauung
    Martin-Luther-Hof, Nürtingen
    Die Martin-Luther-Gesamtkirchengemeinde muss die bestehende Lutherkirche instand setzen. Die auf dem Grundstück befindlichen Gebäude werden nicht mehr benötigt. Um das Grundstück weiterhin sinnvoll zu nutzen und die Instandsetzung zu finanzieren, entstand die Idee mit anderen Trägern zu kooperieren. So wird der neue Martin-Luther-Hof gemeinsam mit der Stiftung Tragwerk errichtet. Nach Abbruch der Wohnungen und des Pfarrhauses entsteht Platz für ein neues Gebäudeensemble, das sich um einen gemeinsamen Innenhof gruppiert. Die Kirche wird als eigenständig erkennbarer Baukörper in die Bebauung miteinbezogen.