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Neubau Wohn- und Geschäftshaus

Eisbärhaus

Fakten
  • Bauherrschaft
    Hitzer und Partner Grundstücksgemeinschaft GbR
  • Generalplanung
    BANKWITZ beraten planen bauen (ehemals BANKWITZ ARCHITEKTEN)
  • Leistungsphasen
    1-9 nach HOAI
  • Bauzeit
    10/ 2007 - 04/ 2009
  • Bruttogrundfläche
    3.478m²
  • Kubatur
    10.785m³
  • Wohnfläche
    2.948 m² (Wohn- und Nutzfläche)


Schon seit vielen Jahren sind die Begriffe „Ganzheitlichkeit“ und „Nachhaltigkeit“ fest in dem Unternehmensleitbild unseres Büros verankert. Bei diesem als Passivenergiehaus konzipierten Bauvorhaben stand der Eisbär mit seinem natürlich effizienten Energiekonzept Pate.
Im Rahmen der Expo Real zeichnete die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erstmalig elf Gebäude als klimapositiv aus. Mit der neuen Auszeichnung würdigte die DGNB im Oktober 2019 Projekte, die einen positiven Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Auch das Eisbärhaus wurde mit dem Preis gewürdigt.

Beschreibung des Projekts
Das Eisbärhaus ist in zwei Bauteile gegliedert, die über einen offenen, kalten Erschließungskern miteinander verbunden sind. Als Wind- und Wetterschutz dient ein engmaschiges Edelstahlnetz. Das Gebäude präsentiert nach außen seinen ökologischen und energetischen Charakter. Der Vorarlberger Ökoleitfaden diente als Grundlage für die Auswahl der eingesetzten Baustoffe. Jedes Produkt wurde hinsichtlich dessen „Grauen Energie“, der benötigten Energie bei der Herstellung des Produktes, geprüft. Ein weiteres Kriterium stellte die möglichst geringe Belastung von Mensch und Umwelt sowohl im eingebauten Zustand als auch bei der Herstellung und der Verarbeitung dar. So stammt das ausgesuchte Holz durchweg aus Baden-Württemberg. Die Außenwände des Eisbärhauses sind aus geschosshohen, vorgefertigten Wandelementen erstellt. Diese sind über eingelegte Halfenschienen am Stahlbetonskelett befestigt. Die Wandelemente bestehen aus einer mit Zellulose ausgeflockten Holzkonstruktion aus Wärmedämmträgern. Der gesamte Baukörper ist mit einer Holzschalung (Weißtanne aus dem Schwarzwald) versehen.

In den Gewerbeeinheiten dienen die Betondecken, die über im Rohbau eingelegte Rohre aktiviert werden, als Heiz- bzw. Kühlflächen. Die Wohnungen verfügen über Fußbodenheizungen. Das Erdreich wird als Wärme- bzw. Kühlquelle genutzt. Eine reversible Sole-Wasser-Wärmepumpe ermöglicht die Beheizung und Kühlung des Gebäudes. Die Lüftungsanlage ist vom Heizsystem entkoppelt. Die über das Dach angesaugte Frischluft wird in 3 Schritten auf Raumtemperatur gebracht und in die Räume eingeblasen. Das Dach des Eisbärhauses wurde mit einer Photovoltaikanlage gedeckt. Ziel ist es, energieautark zu werden.

Sowohl das Gebäude als auch der Innenausbau ist in dem im Holzbau gängigen Achsraster von 62,5cm angelegt. Das Büro ist nach dem Prinzip eines Kombibüros aufgebaut. Der massive, aussteifende Kern in der Mitte des Grundrisses beinhaltet alle Nasszellen sowie Technikbereiche. Alle vertikalen Flächen im Inneren haben eine Oberfläche aus Weißtanne (sägerauh). Die horizontalen Flächen wie Ablagen und auch der Boden, sowie deutlich mehr beanspruchte Flächen wie Griffleisten, sind in Eiche ausgeführt. Die Arbeitsplätze sind an den Fassaden angeordnet. Verschiebbare Holz und Glastafeln bieten die Möglichkeit, einzelne Bereiche flexibel abzutrennen.

Besonderheiten
- hochmodernes, ökologisches Passivenergiehaus (Eisbärhaus, Wohn- und Geschäftshaus)
- Auswahl und Verarbeitung aller Materialien nach den Kriterien des Vorarlberger Ökoleitfadens
- Holz als vorherrschendes Gestaltungsmerkmal; Holz stammt durchweg aus Baden-Württemberg
- flexible Grundrisse durch Planung des Gebäudes in dem im Holzbau gängigen Achsraster
- Betondecken dienen durch die im Rohbau eingelegten Rohre als Heiz- bzw. Kühlflächen
- Sole-Wasser-Wärmepumpe zur Beheizung und Kühlung des Gebäudes
- Photovoltaikanlage auf dem Dach; Ziel: Energieautarkie
- Auszeichnung Immobilienaward 2009, Stuttgart
- Auszeichnung Klimapositives Gebäude, DGNB, Oktober 2019



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  • Laufendes Projekt / 73230 Kirchheim unter Teck
    Modernisierung, energetische Sanierung und Nachverdichtung einer Wohnanlage
    Badwiesen 2030
    In den 60er-Jahren errichtete die Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG eine Wohnanlage in den Kirchheimer Badwiesen. Ziel des Projektes "Badwiesen 2030" ist es, auf dem Gelände nun ein modernes, vielseitiges und barrierearmes Wohnquartier für Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen zu schaffen. Bis zum Ende des Jahrzehnts werden die acht Wohngebäude in insgesamt sechs Bauabschnitten modernisiert, energetisch saniert und nachverdichtet. Mit dem Bauvorhaben möchte die Kreisbau gemeinsam mit unserem Büro neue Maßstäbe setzen. Wir freuen uns daher sehr über die Würdigung des Projektes durch die Aufnahme in das IBA’27-Netzwerk!
  • Erfolg ist kein Besitz, er ist nur gemietet. Die Miete ist jeden Tag fällig.
    Unbekannt
  • Laufendes Projekt / 73230 Kirchheim unter Teck
    Innenraumsanierung
    Martinskirche Bauabschnitt III
    Bereits seit dem Jahr 2011 wird unser Büro mit Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten an der Martinskirche in Kirchheim unter Teck betraut. Während im ersten Bauabschnitt das Dach der Kirche erneuert wurde, wurden im zweiten Bauabschnitt die Fassade und die Chorfenster instand gesetzt. Der dritte Bauabschnitt befasst sich nun mit der Sanierung bzw. dem Umbau des Innenraumes der Kirche.
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