
Realisierungswettbewerb - 2. Preis!
Anlass und Zweck des Wettbewerbs „Kempf-Areal Göppingen“
Die Wohnbau GmbH Göppingen plant eine städtebauliche Neukonzeption des sogenannten Kempf-Areals im historischen Zentrum der Stadt. Ziel ist die Entwicklung eines lebendigen, kleinteiligen Wohnquartiers, das durch eine Kombination aus Sanierung, Teilrückbau und Neubau entsteht. Dabei soll insbesondere ein hochwertiges, nachhaltiges und zukunftsfähiges Wohnangebot geschaffen werden.
Wohnbau Göppingen
Entlang der Kirchstraße sind kleinteilige Gewerbeeinheiten vorgesehen, die vor allem gastronomische und kulturelle Nutzungen ermöglichen. Ein begrünter Innenhof dient zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und das soziale Miteinander fördern. Die historische Blockstruktur und das charakteristische Stadtbild sind bei der Planung zu bewahren und gestalterisch weiterzuentwickeln.
Die Bebauung des Areals zwischen Kirchstraße, Kellereistraße, Pfarrstraße und Freihofstraße wird sich am maßstäblichen Bestand (2–3 Vollgeschosse plus Dachgeschoss) orientieren und die topografischen Gegebenheiten berücksichtigen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einer nachhaltigen Gesamtkonzeption, die eine schrittweise und wirtschaftliche Umsetzung ermöglicht.
Die Fußgängerzone in der Kirchstraße wird dann vorrangig für Gastronomie und Kultur genutzt. Hierbei sind geeignete Erdgeschossnutzungen und Lärmschutzmaßnahmen zu planen. Stellplätze werden außerhalb des Areals realisiert; lediglich eine Anlieferzone ist vorzusehen. Die Planung wird sich an den stadtentwicklungspolitischen Zielen Göppingens orientieren, insbesondere an der Förderung einer fußgängerfreundlichen Innenstadt.
Im Rahmen des Wettbewerbs wurden innovative, qualitätsvolle und wirtschaftliche Entwürfe erwartet, die eine städtebaulich kohärente und zukunftsweisende Entwicklung ermöglichen. Dabei wurden historische, gestalterische und funktionale Anforderungen sensibel berücksichtigt und beispielhafte Perspektiven für die Weiterentwicklung der Göppinger Innenstadtblöcke aufgezeigt.