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Laufendes Projekt / 73230 Kirchheim unter Teck
Neubau Wohn- und Geschäftshaus, Hindenburgstraße 34, Bauteil C
Erweiterung Eisbärhaus, Kirchheim unter Teck
Das Grundstück "Hindenburgstraße 34" wurde im Jahr 2018 erworben, um das Eisbärhaus durch einen Neubau räumlich zu vergrößern. Auch bei dem Neubau steht der Eisbär als Vorbild für ein effizientes Energiekonzept. Wie bereits das Eisbärhaus ist auch das Bauteil C als Passivhaus konzipiert. Im Zuge der Erweiterung der Räumlichkeiten unseres Unternehmens, erfolgt außerdem bis Ende 2020 die Umgestaltung unserer Büroflächen hin zu Bürowelten.
Neubau Wohn- und Geschäftshaus, Hindenburgstraße 34, Bauteil C

Erweiterung Eisbärhaus, Kirchheim unter Teck

Fakten
  • Bauherrschaft
    Grundstücksgemeinschaft Hindenburgstraße 34 GbR
  • Generalplanung
    BANKWITZ beraten planen bauen
  • Leistungsphasen
    1-9 nach HOAI
  • Bauzeit
    seit 11/2018
  • Bruttogrundfläche
    1.577 m²
  • Kubatur
    5.173 m³
  • Nutzfläche
    636 m²
  • Wohnfläche
    183 m²


Das Grundstück "Hindenburgstraße 34" wurde im Jahr 2018 erworben, um das Eisbärhaus durch einen Neubau räumlich zu vergrößern. Auch bei dem Neubau steht der Eisbär als Vorbild für ein effizientes Energiekonzept. Wie bereits das Eisbärhaus ist auch das Bauteil C als Passivhaus konzipiert. Im Zuge der Erweiterung der Räumlichkeiten unseres Unternehmens, erfolgt außerdem bis Ende 2020 die Umgestaltung unserer Büroflächen hin zu Bürowelten.

Beschreibung des Projekts
Der Neubau des Erweiterungsbaus (Bauteil C) wird am Rand der Kirchheimer Altstadt, an der Lindenburgstraße, direkt im Anschluss an das bereits 2008 bezogene Wohn- und Geschäftshaus (Eisbärhaus, Bauteile A und B) errichtet. Das Zentrum der großen Kreisstadt Kirchheim unter Teck mit Marktplatz, Rathaus und Stadtkirche ist über die naheliegende Fußgängerzone in 9 Minuten zu Fuß erreichbar. Alle Einrichtungen für die Nahversorgung sind in der direkten Umgebung angesiedelt. Die Autobahn und der Bahnhof mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sind in wenigen Minuten zu erreichen. Durch die zentrumsnahe Lage verbindet das Projekt anspruchsvolles Wohnen und urbanes Leben und Arbeiten auf moderne Weise miteinander.

Das Gebäude ist über eine, von allen Bauteilen gemeinsam genutzte und bereits bestehende, Tiefgarageneinfahrt an die Hindenburgstraße angeschlossen. Während im 2. Untergeschoss die Abstellräume untergebracht sind, befinden sich im 1. Untergeschoss die ca. 20 Fahrradabstellplätze und der Technikraum. Parkiert wird sowohl im 1. als auch im 2. Untergeschoss. Um die notwendigen Stellplätze nachzuweisen, kommen vier Doppelparker zur Ausführung. Zusätzlich existieren zwei verkürzte Stellplätze für die vorhandenen Bürosmarts sowie ein offener PKW-Stellplatz auf dem Grundstück.

Im Erdgeschoss lässt sich ein knapp 33m² großes, barrierefreies Apartment finden. Zudem wird hier zukünftig eine Kindertagespflege (ca. 38m²) untergebracht, die gemeinsam mit dem Tageselternverein Kreis Esslingen e.V. betrieben wird. Durch die unmittelbare Nähe zu der Einrichtung kann unser Unternehmen, in Ergänzung zum öffentlichen Angebot, die Kinderbetreuung für unsere Mannschaft zuverlässig sicherstellen. Wir tragen so dem Wunsch nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf Rechnung.

Zudem ist im Erdgeschoss eine Gewerbefläche untergebracht, die durch eine innenliegende Wendeltreppe mit dem darüberliegenden Geschoss verbunden ist. Während im Erdgeschoss der Empfang und eine Werkstatt untergebracht sind, befinden sich in der 179m² großen Gewerbefläche im 1. Obergeschoss 12 weitere Arbeitsplätze sowie die benötigten Besprechungsräume. Das 2. Obergeschoss wird durch einen gläsernen Steg mit dem bestehenden Eisbärhaus verbunden. So ist es für die MitspielerInnen des Büros BANKWITZ beraten planen bauen möglich, zwischen dem Bauteil A und dem neu errichteten Bauteil C hin und her zu gehen. Auf der neu hinzugewonnen Fläche im Bauteil C befinden sich zukünftig 15 weitere Büro-Arbeitsplätze. Im 3. Obergeschoss ist eine 115 m² große Wohneinheit untergebracht.

KONSTRUKTION:
Das Gebäude wird im Passivhaus-Standard und in einer Stahlbeton-Holz-Hybridbauweise erstellt. Die Untergeschosse sind in Stahlbeton erstellt. Wie bereits bei der Planung und beim Bau des Eisbärhauses dient der Vorarlberger Ökoleitfaden als Grundlage für die Auswahl der eingesetzten Baustoffe. Ein wichtiges Kriterium stellt die möglichst geringe Belastung von Mensch und Umwelt dar. Jedes Produkt wird hinsichtlich seiner „Grauen Energie“ geprüft. Alle beim Bau verwendeten Materialien werden auf den CO2- Ausstoß bei der Herstellung, dem Transport, beim Einbau, während der Nutzungszeit und beim Rückbau hin bewertet.

Das Gebäude wird so ökologisch wie möglich gebaut. Die Kosten sind dabei zweitrangig. Zur Feststellung des ökologischen Standards des Gebäudes wird dieses nach DGNB- Richtlinien zertifiziert. Alle Betonarbeiten, auch der wasserundurchlässige Beton (WU- Beton), sind in Recycling-Beton (RC- Beton) ausgeführt. Die Außenwände bestehen aus vorgefertigten Holzelementen mit Zellulosedämmung und unbehandelter, sägerauher Holzverkleidung. Farben, Lacke und Silikon bzw. andere Kleber oder Dichtmittel sind im Gebäude nur dort eingesetzt, wo dies unvermeidbar ist. Fensterflügel und Rahmen sind ebenfalls unbehandelt. Im Innenausbau kommen ausschließlich natürliche Materialien zum Einsatz. Vor dem Bezug der Räume werden diese von einem unabhängigen Institut auf Schadstoffe hin freigemessen.

TECHNISCHER AUSBAU
Alle Nutzungseinheiten im Bauteil C werden durch jeweils ein dezentrales Komfort-Lüftungsgerät be- und entlüftet. Der Fortluft wird im Winterbetrieb über einen Wärmetauscher die Wärme entzogen und diese wird an die angesaugte frische Außenluft weitergegeben (Wärmerückgewinnungsgrad ca. 85%). Zusätzlich wird die Außenluft im Winter durch die in den Serverräumen entstehende Wärme vorgewärmt. Eine Wärmeerzeugung gibt es im Bauteil C nicht.

Alle Nutzungseinheiten werden zusätzlich über eine Boden- bzw. Wandheizung temperiert. Die für die Beheizung im Winterbetrieb notwendige Wärmemenge wird über die bestehenden Bauteile A und B bezogen (Nahwärmenetz). In dem bestehenden Eisbärhaus, das ebenfalls im Passivhausstandard erstellt wurde, erfolgt die Beheizung über Geothermie und eine Wärmepumpe. Aufgrund der inneren Wärmelasten besteht dort in der Regel ein Wärmeüberschuss. Die Kühlung der Flächen im Bauteil C erfolgt über Soleleitungen und vier geothermische Bohrungen (jeweils bis in ca. 100 Meter Tiefe). Eine Wärmepumpe wird im Bauteil C nicht eingebaut. Warmwasser wird ebenfalls über die Bauteile A und B bezogen. Das Wasser für die WC-Spülungen und die Garten- bzw. Dachgartenbewässerung wird der Zisterne entnommen. Diese sammelt das gesamte auf den versiegelten Flächen auftreffende Wasser. Alle Freiflächen bleiben unversiegelt und somit als Versickerungsflächen erhalten.

Auf den Dachflächen und Gaupen ist eine Fotovoltaikanlage mit einer Nennleistung von insgesamt 25,92 kWp angebracht. Im Technikraum wird eine Batteriespeicheranlage mit 4 x 10,24 kW = 40,96 kW aufgestellt. Der selbst produzierte Strom wird zum größten Teil im eigenen Gebäude verbraucht. Vor der Einspeisung von Strom in das öffentliche Netz, werden, über ein Lademanagementsystem gesteuert, die bei den Nutzern bereits vorhandenen E-Bikes und Elektrofahrzeuge geladen. In der Tiefgarage werden drei Ladestationen für Elektro-KFZ angeboten. Ladestationen für E-Bikes existieren ebenfalls.

Die gesamte Gebäudetechnik wird mit Hilfe einer Mess-Steuer-Regeltechnik gesteuert. Über diese werden auch die tatsächlichen Verbrauchszahlen erhoben. Die Beleuchtung des Gebäudes erfolgt ausschließlich über LED-Leuchtmittel. In allen nicht ständig genutzten Räumen wird die Beleuchtung über Präsenzmelder gesteuert. Der außenliegende Wärme-, Sonnen- und Blendschutz (Screen) wird über eine zentrale Wetterstation abhängig vom Sonnenstand-, von der Lichtstärke und windabhängig gesteuert.