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Wettbewerbe / 01/2021 / 76532 Baden-Baden
Nichtoffener Wettbewerb
Wohnbebauung Murgstraße
In Baden-Baden entsteht eine neue Wohnanlage, welche Wohnungen in unterschiedlicher Größe und Zimmerzahl enthalten soll. Die Bebauung wird durch öffentliche Stellplätze vervollständigt. Um eine größtmögliche Planungsvielfalt und -qualität zu erhalten, hat sich die Gesellschaft für Stadterneuerung Baden-Baden mbH für die Durchführung eines Realisierungswettbewerbs entschieden.
Nichtoffener Wettbewerb

Wohnbebauung Murgstraße

Fakten
  • Bauherrschaft
    GSE Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung Baden-Baden mbH


In Baden-Baden entsteht eine neue Wohnanlage, welche Wohnungen in unterschiedlicher Größe und Zimmerzahl enthalten soll. Die Bebauung wird durch öffentliche Stellplätze vervollständigt. Um eine größtmögliche Planungsvielfalt und -qualität zu erhalten, hat sich die Gesellschaft für Stadterneuerung Baden-Baden mbH für die Durchführung eines Realisierungswettbewerbs entschieden.

Beschreibung des Projekts
Die GSE ist als kommunale Wohnungsgesellschaft bestrebt, preisgünstigen, zeitgemäßen Wohnraum für Mietzwecke anzubieten. Hierzu ist geplant, auf einem innerstädtischen Grundstück in der Murgstraße (Briegelackerstraße 2-4) eine Wohnbebauung zu errichten. Das Planungsgebiet liegt westlich des Stadtzentrums und umfasst einen Bereich von insgesamt circa 0,39 ha.

Die Wohnanlage besteht aus mehreren Baukörpern, die durch ihre Anordnung einen geschützten Innenhof ausbilden. Das Gelände ist in Richtung Briegelackerstraße entlang der Murgstraße abfallend. Der Entwurf sieht vor, diesen Höhenunterschied zu nutzen und in diesem Bereich die geforderte öffentliche Parkierungsanlage zu errichten. Die öffentlichen Benutzer benötigen hierdurch keinen Zugang zu den Treppenhäusern des Quartiers. So kann eine Entkoppelung des öffentlichen und privaten Bereichs gewährleistet werden.

Durch Mischung unterschiedlicher Wohnungsgrößen soll erreicht werden, dass man innerhalb der Wohnanlage je nach verändernden Lebensumständen seine Wohnräume wechseln kann. Eine Mischung aus Single- und Kleinappartements sowie familiengerechten Wohnungen soll fast jedes Wohnbedürfnis abdecken. Alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar. Im sogenannten "Winkelhaus" lassen sich vier rollstuhlgerechte Wohnungen finden.

Die Bewohner*innen sollen sich mit der Anlage identifizieren und Teil einer Gemeinschaft werden. Zuträglich hierfür sind auch die vielfältigen Gemeinschaftsbereiche. Neben klassischen Gemeinschaftsräumen sieht der Entwurf unter anderem auch ein Reperaturcafé, einen Waschsalon, einen Bereich für Home-Office, eine Dachterrasse sowie einen Toberaum und einen Spielplatz für die Kleinen vor. Die Gemeinschaftsbereiche wurden bewusst dort platziert, wo sie von den Bewohnern häufig frequentiert werden. Dies fördert Begegnung und Kommunikation und somit den Freizeitwert im Alltag. Auch die großzügige Freitreppe zwischen den Gebäuden und die Gestaltung des Innenhofes trägt hierzu bei.

Der Entwurf legt wert auf Nachhaltigkeit in Nutzung und Materialität. So sind stark beanspruchte Fassaden, d. h. Sockelgeschosse und das Bauteil an der Rheinstraße mit robusten Klinkerriemchen verkleidet und benötigen quasi keine Wartung. Von Vorteil ist auch, dass im ganzen Quartier nur drei Aufzüge und Treppenhäuser benötigt werden, was sich in den Unterhaltskosten der Wohnanlage widerspiegelt.