Sie befinden sich hier:
Wettbewerbe / 05/2021 / 73770 Denkendorf
Nichtoffener Wettbewerb
Neubau Kinderhaus Denkendorf
Der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder ist auch in Denkendorf ungebrochen hoch. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die Gemeinde auf einer gemeindeeigenen Fläche im Bereich Lenaustraße nahe der Albert-Schweitzer-Schule die Errichtung eines viergruppigen Kinderhauses. Im Gebäude soll darüber hinaus auch ein Familientreff entstehen, der auch Flächen für Vereine bietet.
Nichtoffener Wettbewerb

Neubau Kinderhaus Denkendorf

Fakten
  • Bauherrschaft
    Gemeinde Denkendorf


Der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder ist auch in Denkendorf ungebrochen hoch. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die Gemeinde auf einer gemeindeeigenen Fläche im Bereich Lenaustraße nahe der Albert-Schweitzer-Schule die Errichtung eines viergruppigen Kinderhauses. Im Gebäude soll darüber hinaus auch ein Familientreff entstehen, der auch Flächen für Vereine bietet.

Beschreibung des Projekts
ENTWURF
Die Positionierung des Kinderhauses im nördlichen Bereich des Plangrundstückes ermöglicht den direkten Zugang zu den Außenanlagen, die sowohl im Grüngürtel als auch südwestlich zwischen Kita und Skateanlage angeordnet sind. Durch diesen ökonomischen Umgang mit dem Bauland ergibt sich noch eine Freifläche von ca. 1600 m2 für eine spätere zusätzliche Bebauung. Der Zugang zur Kita erfolgt von dem neuen Fußweg aus, der den Parkplatz mit dem Spazierweg im Süden verbindet. Von einem Vorplatz betritt man das Kitagelände und gelangt nach ca. 15m zum Eingang in das Gebäude.

Betritt man das Gebäude befinden sich die Kitagruppen rechts; der Mehrzweckraum, die Verwaltung sowie der Speiseraum links. Eine offene Treppe mit Rutsche führt in das Obergeschoss, in dem zwei weitere Gruppen untergebracht sind. Allen Gruppen sind die Garderoben als Spiel- und Ausstellungsbereiche vorgelagert. Hier können auch gruppenübergreifende Beschäftigungen angeboten werden. Blickbezüge in Richtung Alb und Wald und die Zugänge über Schmutzschleusen in den Außenbereich sowie Dachfenster ermöglichen helle und freundliche Räume.

Mit den Außenanlagen des neuen Kinderhauses werden die umliegenden Freiflächen des Jugendhauses, der Turnhalle und des Skateplatzes weiter vernetzt, so dass Synergien zwischen den unterschiedlichen Nutzungen entstehen können. Hieraus entsteht ein neuer, öffentlicher Freiraum. Zentrales Element ist die neue Fußwegeverbindung von Nord nach Süd zwischen Kita, Jugendhaus und Skateplatz. Innerhalb des Kita-Geländes liegt der U3 Bereich westlich des Gebäudes und ist somit direkt an die entsprechenden Gruppenräume angebunden. Vor der Schmutzschleuse lädt ein kleiner Platz für alle Gruppen zum Verweilen und Beobachten ein. Nach Süden hin rundet ein kleiner Gemüse- und Naschgarten vor dem „Außenspeisezimmer“ den neuen Außenbereich ab. Der Ü3 Bereich erstreckt sich westlich und nördlich des Gebäudes. Das Herzstück dieses Teils bildet eine große Spielwiese als Angebot für Gruppenaktivitäten sowie freies Spielen und Toben. Angrenzend gibt es ein kleines Wäldchen mit abwechslungsreichen Spielangeboten zum Klettern, Verstecken, Erkunden und Natur erleben. Über den Baumwipfelpfad können auch die Gruppen im OG direkt in den Außenbereich gelangen.

Vor dem Familienzentrum und dem Mehrzweckraum bietet eine großzügige Terrasse mit Sitzstufen reichlich Aufenthaltsqualität.

NACHHALTIGKEIT
Die Ausführung der Außenwände ist mit monolithischem Stein, also als dämmstoffgefülltes Ziegelmauerwerk mit ökologischem Lehmputz, vorgesehen. Die dämmstoffgefüllten Ziegel verursachen über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes 21,5 % weniger CO2-Emissionen als ein konventioneller Wandaufbau mit Kalksandstein und Wärmedämmverbundsystem aus EPS, der mit einem Kunstharzputz verputzt ist. Die graue Energie bzw. der nicht-erneuerbare Primärenergiebedarf, der durch die Außenwand verbraucht wird, ist beim Ziegelmauerwerk mit Lehmputz über 30% geringer als bei einer konventionellen Außenwand.

Als Energieträger für Heizzwecke ist die natürliche Wärme einer Solarkollektoranlage, verbunden mit der Speicherung und Nutzung eines geothermischen Erdspeichers, vorgesehen. Die Nutzung der Erdwärme erfolgt über eine Wasser-Wasser Wärmepumpe mit elektrischem Antrieb. Die Wärmeübertragung erfolgt über eine Fußbodenheizung, die im Sommer auch für moderate Kühlung des Gebäudes eingesetzt werden kann.