Modernisierung und Erweiterung Wohnanlage Molchweg, Stuttgart-Bergheim

  • Bauherrschaft
    Landes-Bau-Genossenschaft Württemberg eG
  • Generalplanung
    LP 1-9 nach HOAI
  • Bruttogrundfläche
    5.525 m² (Bauabschnitt I)
  • Kubatur
    18.004 m³ (Bauabschnitt I)
  • Wohnfläche
    ca. 18.600 m²
Beschreibung des Projekts
In Stuttgart-Bergheim entsteht auf einem knapp 22.500 m² großen Grundstück eine moderne Wohnanlage in Holz-Hybridbauweise. Die bestehenden Zeilenbauten, die 1959/1960 errichtet wurden, werden im Zuge der Maßnahme aufgestockt und durch Neubauten ergänzt. Zudem werden energetische Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen am Bestand umgesetzt. Ziel ist es, durch die Nachverdichtung die Zahl der Wohneinheiten in etwa zu verdoppeln. Das Projekt wird in drei Bauabschnitten umgesetzt.

Im ersten Bauabschnitt entsteht ein neues Wohngebäude mit integrierter Kindertagesstätte. Zusätzlich wird eine Tiefgarage mit 64 Stellplätzen ausgeführt, wodurch bereits rund die Hälfte der erforderlichen Stellplätze für die gesamte Wohnanlage nachgewiesen werden kann. Das Raumprogramm der Kindertagesstätte ist für drei Gruppen ausgelegt, wovon zwei Gruppen für die Betreuung von Kleinkindern (U3) ausgestattet sind. Während sich die Gruppenräume nach Süden orientieren, sind die erforderlichen Nebenräume nach Norden hin angeordnet und bilden so eine Pufferzone zum Molchweg aus. Die Kindertagesstätte besitzt einen großzügigen Flur und Aufenthaltsbereich für offenes Spielen. Eine Wasserwerkstatt, der Mehrzweckraum und der Freibereich schaffen neue Anreize für die Kinder. Das Gebäude wird als Holz-Hybridbau ausgeführt. Der L-förmige Neubau teilt sich in zwei Gebäudeteile, die durch das Treppenhaus miteinander verbunden sind. Der erste Gebäudeteil steht parallel zur Straße und stellt einen Sonderbaustein dar (Wohneinheiten sowie Kindertagesstätte). Durch den Wechsel von Putz und Holzschalung wird dieser Gebäudeabschnitt horizontal gegliedert. Der zweite Gebäudeteil mit reiner Wohnnutzung steht rechtwinklig zur Straße und nimmt die Gestaltungselemente des Nachbarwohngebäudes (Bauabschnitt II) auf.

Der zweite und dritte Bauabschnitt befassen sich mit der Modernisierung und Nachverdichtung der Bestandsbauten. Die Planung sieht vor, neue Wohneinheiten zu schaffen, indem die bestehenden Gebäude aufgestockt und durch aufgeständerte Neubauten ergänzt werden. Unter den aufgeständerten Kopfbauten und entlang des Herdwegs entstehen weitere Stellplätze. Die dreigeschossigen Neubauten sind jeweils 6,50 m breit und besitzen pro Etage je eine Wohnung. Alt- und Neubauten werden durch breite Laubengänge verbunden. Über diese -sowie über die Aufzüge
an der Stirnseite der Neubauten- erfolgt der barrierefreie Zugang.

Beim Bauabschnitt II und III bleiben die Bestandsbauten aufgrund ihrer Gestaltung deutlich ablesbar. So sind eben diese in Putz ausgeführt, während alle Aufstockungen und Neubauten in Holz ausgeführt werden.