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Öffentliche und Sonderbauten / 02/2016 / 89518 Heidenheim an der Brenz
Brandschutz- und Deckensanierung, Sanierung der Fenster und Aussenjalousien
Amtsgericht Heidenheim
BANKWITZ ARCHITEKTEN wurden mit diversen Sanierungsmaßnahmen am 1969 errichteten Amtsgericht Heidenheim beauftragt. In einer Sanierungsmaßnahme wurden am Amtsgericht Heidenheim ca. 270 Fenster sowie die Außenjalousien erneuert und somit das Gebäude energetisch aufgewertet. In einer im Jahr 2012 abgeschlossenen Maßnahmen wurde bereits ein Brandschutzkonzept für das gesamte Gebäude entwickelt und umgesetzt sowie ein neues reversibles Deckensystem eingebaut, nachdem die bestehende abgehängte Decke mit KMF-Entsorgung ausgebaut wurde.
Amtsgericht Heidenheim
Brandschutz- und Deckensanierung, Sanierung der Fenster und Aussenjalousien

Amtsgericht Heidenheim

Fakten
  • Bauherrschaft
    Land Baden-Württemberg
    Vermögen und Bau Baden-Württemberg
    Amt Schwäbisch Gmünd
  • Architektenleistung
    BANKWITZ ARCHITEKTEN
  • Leistungsphasen
    2 - 8 nach HOAI
  • Bauzeit
    1. Maßnahme: 04/ 2011 - 04/ 2012
    2. Maßnahme: 05/ 2014 - 02/ 2016
  • Bruttogrundfläche
    4.633 m²
  • Kubatur
    37.138 m³
  • Entwurf:
    Dipl.-Ing. Architekt Reiner Otterbeck
    am Staatl. Hochbauamt Ulm


BANKWITZ ARCHITEKTEN wurden mit diversen Sanierungsmaßnahmen am 1969 errichteten Amtsgericht Heidenheim beauftragt. In einer Sanierungsmaßnahme wurden am Amtsgericht Heidenheim ca. 270 Fenster sowie die Außenjalousien erneuert und somit das Gebäude energetisch aufgewertet. In einer im Jahr 2012 abgeschlossenen Maßnahmen wurde bereits ein Brandschutzkonzept für das gesamte Gebäude entwickelt und umgesetzt sowie ein neues reversibles Deckensystem eingebaut, nachdem die bestehende abgehängte Decke mit KMF-Entsorgung ausgebaut wurde.

Beschreibung des Projekts
BRANDSCHUTZ UND DECKENSANIERUNG:
Die Maßnahme umfasste im Wesentlichen vier Elemente: Den Austausch des Deckenplattensystems, räumliche Umnutzungen, Brandschutzmaßnahmen sowie die Erneuerung der Elektroinstallation im Büroabschnitt des Gebäudes. Die Sanierung der Deckenbekleidung stellte einen wesentlichen Bestandteil der Baumaßnahme dar. Die zu ersetzenden Deckenplatten bespannen den größten Anteil an Deckenfläche – Büroräume und Flure. Nachdem die abgehängten Decken demontiert waren wurde ein neues reversibles Deckensystem eingebaut.

In einigen Räumen wurden zudem Umnutzungen in Anlehnung an das Bauschauprotokoll geplant. Hierzu zählte beispielsweise der Einbau einer Empfangslösung („Infothek“) im Erdgeschoss mit Anmeldetheke, integriertem Arbeitsplatz und Präsentationsmöglichkeiten. Um die bereits umgesetzten brandschutzrelevanten Baumaßnahmen zum Abschluss zu bringen, wurde im Rahmen eines zweiten Bauabschnitts eine Brandmeldeanlage mit Rauchmeldern in allen größeren Hohlräumen der Zwischendecke und innerhalb der Podeste installiert. Auch unterhalb der Decken in allen Räumen, Fluren und im Foyer wurde dies umgesetzt. Außerdem wurde die Anlage an die bereits eingebauten RWA-Anlagen und an die Rauch-/Feuerabschnittstüren angeschlossen. Des Weiteren wurde ein sicherheitsrelevanter Notausgang im Untergeschoss geschaffen. Da die vorhandene Elektroverteilung im Gebäude nicht mehr dem aktuell technischen Stand entsprach wurde diese modernisiert.

Umgesetzte Maßnahmen:
- Entwicklung und Umsetzung eines Brandschutzkonzeptes für das gesamte Gebäude
- Ausbau der best. abgehängte Decken mit KMF-Entsorgung
- Einbau eines neuen reversiblen Deckensystems
- Erneuerung der Bodenbeläge und malertechnische Überarbeitung der Büro-Wandflächen
- Möbeleinbauten für Postverteilung und Zahlstelle, Einbau Doppelboden im EDV Verteilerraum
- Einbau einer flächendeckenden Brandmeldeanlage mit Deckenhohlraumüberwachung
- Erneuerung der Elektro-, Stockwerks- und Hauptverteilung; Ausführung der EDV-Verkabelung im gesamten Gebäude
- Erneuerung der Beleuchtung in allen Büroräumen mit tageslichtabhängiger Steuerung
- Sicherheitstechnische Einrichtungen für die Gerichts- und Verhandlungssäle
- Instandsetzung der vorhandenen Bausubstanz

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SANIERUNG FENSTER UND AUßENJALOUSIEN
Im Zuge der energetischen Sanierung wurden seit Mai 2014 circa 270 Fensterelemente sowie die Jalousien entsprechend den aktuell geltenden sicherheitstechnischen Forderungen erneuert. Die Sanierung fand in allen Geschossen an der Außenfassade statt, sodass die gesamte Maßnahme weitestgehend über ein Gerüst abgewickelt werden konnte. Die Umsetzung fand im laufendem Betrieb statt. Um das Gebäude aufzurüsten wurden außerdem weitere begleitende Maßnahmen notwendig.

Umgesetzte Maßnahmen Fassade.
- Demontage der bestehenden Holz- und Alufenster; Einbau einer hochwertigen Holz-Alu-Konstruktion
- Einbau einer neuen Jalousienanlage; Ausdämmung und Verschließen der alten Jalousienkästen
- Reinigung und Anstrich der Betonoberflächen der Außenfassade
- Herstellung von Fensterbänken im Bereich der neu eingebauten Fassadenelemente
- Montage eines neuen schienen-geführten Fassaden-Sicherungssystem aus Aluminium

Umgesetzte Maßnahmen Innenausbau/ Sanierung Sitzungssäle.
- Altlastensanierung (künstliche Mineralfaser - KMF); Reinigung der im Deckenraum befindlichen technischen Einrichtungen
- Erneuerung aller Bodenbelagsflächen der Sitzungssäle
- Rückbau der Beleuchtung der Sitzungssäle, Einbau einer neuen LED-Beleuchtung
- EDV-technische Aufrüstung aller Sitzungssäle

Besonderheiten
- Umsetzung im laufenden Betrieb; Durchführung der Arbeiten nur außerhalb der Betriebszeiten
- Sicherheitsprüfung aller Personen, die zur Erledigung des Auftrags eingesetzt wurden
- Altlastensanierung (KMF)